Der Staltacher Hof

 

Der Verein entstand aus einer Bürgerinitiative, die im Jahre 1999 von den drei Penzberger Bürgern Max Kapfer, Peter Müller und Peter Gstrein gegründet wurde. Ziel war, das hundertjährige Gasthaus „Staltacher Hof“ in Penzbergs Stadtmitte vor dem Abriss zu retten. Gemeinsam mit weit über tausend Bürgern schafften sie es, dass die historische Traditionsgaststätte ein halbes Jahr lang sogar unter Denkmalschutz gestellt wurde. Dies wurde damit begründet, dass dort praktisch das gesamte kulturelle und politische Leben der Bergarbeiterkolonie Penzberg stattfand. Im Zuge des Eintragungsverfahrens in die bayerische Denkmalliste wurde sogar das gesamte Geviert vom Bayerischen Hof bis zum Rathaus unter Ensembleschutz gestellt. Mit der fadenscheinigen Begründung, dass es vor der Erbauung des Wirtshauses im Jahre 1900 einen (unbedeutenden) Vorläuferbau gegeben habe, schafften es politische Kräfte im Hintergrund, dass die Gaststätte wieder von der Denkmalliste heruntergenommen und damit auch der Schutz des gesamten Ensembles hinfällig wurde.

 

Am 22. April 2001 wurde von der Bürgerinitiative „Staltacher Hof“ im selbigen Wirtshaus der „Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte“ gegründet mit dem vorrangigen Ziel, das erste Penzberger Bürgerbegehren zur Rettung des historischen Wirtshauses zu erreichen. Beim Bürgerentscheid, der am 24. Juni 2001 stattfand, stimmte eine knappe Mehrheit von 96 Bürgern gegen den Kauf des Staltacher Hofes durch die Stadt, was den Abriss des hundertjährigen historischen Traditionsgasthauses bedeutete. In der letzten Oktober- und den ersten zwei Novemberwochen des Jahres 2002 wurde schließlich ohne Not ausgerechnet auf der wirtschaftlichen Blüte des Gasthauses der Abriss vollzogen.


Die folgenden politischen Auseinandersetzungen über die Verwendung des nun freien Platzes dauerten über 12 Jahre und bescherten der ehemaligen Bergarbeiterstadt eine unansehnliche Brache inmitten ihrer Stadt. Seit 2012 wurde das sogenannte Konzept zur Innenstadtsanierung Stück für Stück umgesetzt und 2014 wurde der Platz mit 15 Zentimeter dicken Granitplatten in zwei unterschiedlichen Farben (gestreift) versiegelt. Diesen Penzberger "Platz des Himmlischen Friedens", der noch in der Amtszeit vom mittlerweile in den Ruhestand getretenen damaligen Bürgermeister Mummert geplant und durchgesetzt wurde, erhielt etliche Holzbänke und ein paar wenige kleine Bäumchen, die jedoch sicher Jahrzehnte benötigen um zu stattlichen Bäumen heranzuwachsen. Bereits nach einem Jahr beginnen die Holzbänke unansehnlich zu werden. Erst unter der neuen Bürgermeisterin Frau Zehetner war es dann unserem Verein endlich möglich, unsere eigene Sitzbank aus Metalldrahtgitter der Stadt spenden zu dürfen. Die Abfolge der Ereignisse zu dieser Sitzbankspende können Sie hier nachlesen. Um diesen Platz, der kalt und leer wirkt, zu beleben, versucht die Stadt mit viel Geldaufwand und teilweise unter Beeinträchtigung der Nachbarschaft durch massive Lärmbelästigungen diesen als Veranstaltungsplatz zu verwenden: eine mobile Eisbahn im Winter, einen imitierten Strand mit Liegestühlen und mobilen Kiosken im Sommer, die regelmäßig stattfindende Autoschau sowie den Wochenmarkt und weitere unregelmäßig stattfindende Veranstaltungen. Auf dem Platz soll auch eine Tafel des Geschichtspfades in Gedenken an den Staltacher Hof errichtet werden.


Das historische Wirtshaus in unserer Stadt ist leider weg, aber unser Verein bemüht sich weiterhin um den Erhalt wertvoller Gebäude und eine lebenswerte Gestaltung unserer Heimatstadt.

 

 

 

Die bisherigen Vorsitzenden des Vereins waren bzw. sind:

1. Wahlperiode: 2001-2003: Max Kapfer

2. Wahlperiode: 2004-2006: Max Kapfer

3. Wahlperiode: 2007-2009: Dr. Reinhard Heydenreuter

4. Wahlperiode: 2010-2012: Alexander Peren

5. Wahlperiode: 2013-2015: Alexander Peren

6. Wahlperiode: 2016-2018: Alexander Peren

 

Wenn Sie für eine Heimat mit Herz sind, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen und bei uns Mitglied werden würden. Das Beitrittsformular finden Sie hier.