Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte

 

Jahresprogramm 2016

 

Alle unsere Vorträge finden - soweit nicht ausdrücklich anders angegeben - im Saal des Rot-Kreuz-Hauses in der Winterstraße 4 in 82377 Penzberg statt. Bei unseren Exkursionen ist der jeweilige Treffpunkt bei der Veranstaltung angegeben.

 

Freitag, 15.1.2016, 19:30 Uhr im Evangelischen Gemeindesaal, Karl-Steinbauer-Weg 5, 82377 Penzberg

 

Der Kult der Drei Heiligen Frauen:  die Bethen-Verehrung im Pfaffenwinkel, Albin Völk (Vortrag)

 

Völlig in Vergessenheit geraten ist die für unsere Vorfahren wichtige und seit mindestens dem 10. Jh. belegte Verehrung der "Drei Bethen", Ambeth, Wilbeth und Barbeth genannt. In manchen Kirchen und Kapellen sind sie noch dargestellt. Abgelöst wurden sie schließlich durch die "Hl. Margarethe mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm und Katharina mit dem Radl - das sind die Hl. 3 Madl". Doch ihre Verehrung reicht viel weiter zurück… Als Nornen, Parzen und Moiren wurden sie schon im Altertum verehrt. Verbannt in unterirdische Gemäuer begegnen sie uns noch in zahlreichen Sagen und bieten den Menschen einen Schatz an. Wer waren diese drei heiligen Frauen und warum sind sie verschwunden?

 

Im Vortrag wird die uralte Tradition der Bethen-Verehrung vorgestellt und es werden überraschende Zusammenhänge aufgezeigt.

 

 

Sonntag, 31.01.2016, 10:30 Uhr im Penzberger "Kino P" (Bichler Straße)

 

Historische Bahnhöfe in Bayern: Dokumentarfilm

 

von Frau Dr. Sybille Krafft im Auftrag des Bayerischen Rundfunks.

 

Die Dokumentarfilmerin des Bayerischen Rundfunks hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, uns ihren Film über "Historische Bahnhöfe in Bayern" zu zeigen und im Anschluss daran den Besuchern für Fragen zur Verfügung zu stehen. Diese Filmmatinée ist eine Aktion um das Penzberger Bahnhofsgebäude vor einem angedachten Abriss zu retten. Das Gebäude gilt in der Bevölkerung schon lange als Denkmal obgleich es  nicht in der offiziellen Denkmalliste des Landesamtes für Denkmalpflege eingetragen ist.

 

An dieser Stelle danken wir ausdrücklich auch den Besitzern des Penzberger Kinos für ihre Bereitschaft, diesen Film in ihrem "Kino P" vorzuführen. Natürlich gilt unser weiterer ausdrücklicher Dank Frau Dr. Sybille Krafft, bei dieser Matinée anwesend zu sein und damit überhaupt erst zu ermöglichen, dass wir diesen Film der Öffentlichkeit präsentieren können.

 

 

Freitag, 19.2.2016, 19:00 Uhr 

 

Gold und Erze im südlichen Oberbayern,

 

Franz Löhner (Vortrag)

 

Mit der Entdeckung von Gold begann das technische Zeitalter, setzte sich mit Kupfer, Bronze und schließlich Eisen fort, das bis heute von Bedeutung ist. Gold wurde im südlichen Bayern schon seit alters her gefunden und bearbeitet, Kupfer gab und gibt es nur wenig, Zinn musste von weither beschafft werden, dagegen kam Eisen häufiger vor. Und so begann in Bayern, wie überall, die Metallzeit zunächst mit dem, was man vor Ort fand. Bald aber wurden auch die längst bekannten Handelswege genutzt, neue kamen hinzu und dieser Prozess setzt sich bis heute fort.

 

 

Freitag, 1.4.2016, 19.00 Uhr

 

Der Judas-Tag: Betrachtungen über die Penzberger Mordnacht,

 

Peter Brunner (Vortrag)

 

„Die Morde in Penzberg unterscheiden sich von den Millionen, die Hitlers Berufsverbrecher sonst noch verübten, in einem Punkt: Fanatische Nazis denunzieren ihre ehemaligen Schulfreunde und Arbeitskameraden. Angehörige der Wehrmacht und des Volkssturms exekutieren die, die von ihren Schulfreunden als „unzuverlässig“ bezeichnet werden.“  

 

 

Samstag, 18.6.2016, 14:00 Uhr in Dießen

 

Eine kulturgeschichtliche Wanderung zum Schatzberg bei Dießen

 

Albin Völk (Exkursion)

 

Treffpunkt: 13:00 Uhr in Penzberg (Fahrgemeinschaften), 14:00 an der Schatzbergalm  (Ziegelstadl 11, 86911 Dießen am Ammersee)

 

"Zu einer geschichtlichen Wanderung am Schatzberg bei Dießen lädt der Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte für Samstag, den 18. Juni, ein. 

 

Der Schatzberg über Dießen gilt geologisch, geschichtlich und mythologisch als herausragender Ort, denn es standen dort nicht nur zwei Burgen der Grafen von Iring und in deren Nachfolge derer von Dießen-Andechs, sondern er ist nach der Schatzbergsage auch Wohnstatt dreier geheimnisvoller Frauen, die einen Schatz bewachen und den Ammersee entstehen ließen.           An seinem Fuß verläuft nicht von ungefähr die Römerstaße "via raetia".

 

Die etwa 2,5 Std.-Wanderung führt zu einer keltischen Siedlungsstelle, zur heiligen Mechthildisquelle und zu den abgegangenen Burgställen der Sconen- und der Iringsburg, wo auch ein sog. Schatzloch gesehen werden kann. Geführt wird die Wanderung von Albin Völk, der an den einzelnen Stationen über die keltische Kultur in unserer Region, die spannende Geschichte der Grafen von Iring und Dießen-Andechs und zum Leben der seligen Mechthildis berichten wird".  

 

 

Sonntag, 17.7.2016, 9:30 Uhr bis 18:30 Uhr

 

(Ausweichtermin: 24.7.2016)

 

Auf den Spuren der Loisachflößer – Fahrradwanderung zu  Originalplätzen der Loisachflößerei,

 

Führung (Fahrrad): Herr Werner Grimmeiß (ADFC)

 

Tagestour 8-9 Stunden, reine Fahrzeit: 4-5 Stunden, insgesamt 54 km (Fahrradtour)

 

Treffpunkt: Bahnhof Penzberg um 9:30 mit Fahrrad und Ausrüstung 

 

Wir starten am Bahnhof Penzberg und radeln  nach Wolfratshausen mit verschiedenen für die Flößerei interessanten Haltepunkten. Einkehr gegen 13:00 Uhr in Wolfratshausen, Rückfahrt über Gelting, entlang dem Loisach-Isar-Kanal nach Beuerberg und über Glashütte zurück nach Untermaxkron. Bei jedem Haltepunkt erfahren wir Wissenswertes über die Flößerei von einem Mitglied des Flößervereins Wolfratshausen.

 

Die Strecke enthält auch Steigungen und führt teilweise über unbefestigte Wege. Rennräder oder Fahrräder ohne Gangschaltung sind daher nicht geeignet. Geeignete Kleidung, die Mitnahme von Getränken (2 l), Reparaturzeug, Handy und Fahrradhelm werden empfohlen. Die Räder sollten auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft worden sein.

 

 

Sonntag, 30.10.2016, 13:00 Uhr 

 

Wanderung in Penzbergs Vorgeschichte,

 

Franz Löhner (Exkursion)

 

Treffpunkt: Omnibushaltestelle am Dittenried, Sindelsdorfer Straße am Ortsausgang von Penzberg

 

Dauer: 4-5 Stunden, gutes Schuhwerk erforderlich, keine Einkehr möglich

 

Wir gehen zum ältesten Bauwerk Penzbergs und seinem Umkreis, zu einer prächtigen Quelle in einer kleinen Schlucht, dem ehemaligen Salz- und Zinnweg mit phantastischem Umblick und erfahren viel über den Zweck der Anlagen und die Vorgeschichte.

 

 

Teilnahmegebühr: Vorträge jeweils 2 Euro, Exkursionen 6 Euro, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte, Mitglieder und Kinder bis 14 Jahre frei