Am Freitag, den 01.04.2016 fand ein Vortrag zur Penzberger Mordnacht vom 28.04.1945 statt, der die Geschehnisse jedoch aus einem anderen Blickwinkel als üblich beleuchtete.

 

 

 

 

 

Der Judas-Tag: Betrachtungen über die Penzberger Mordnacht,

 

Referent: Peter Brunner, Vöching bei Holzkirchen

 

 

 

„Die Morde in Penzberg unterscheiden sich von den Millionen, die Hitlers Berufsverbrecher sonst noch verübten, in einem Punkt: Fanatische Nazis denunzieren ihre ehemaligen Schulfreunde und Arbeitskameraden. Angehörige der Wehrmacht und des Volkssturms exekutieren die, die von ihren Schulfreunden als „unzuverlässig“ bezeichnet werden.“  

 

Der Referent konnte von den damaligen Geschehnissen als Zeitzeuge berichten, die er als 14jähriger Junge miterlebt hatte. Die sehr persönlich gehaltenen Ausführungen stellten auch einen unmittelbaren Bezug zur heutigen angespannten politischen Lage her, in der erneut Tendenzen von Unmenschlichkeit und Unterdrückung festzustellen sind.

 

Die 46 Teilnehmer nutzten im Anschluss an den Vortrag ausgiebig die Möglichkeit, den Referenten zu befragen, wodurch ein sehr großes Verständnis beim Publikum geweckt werden konnte, dass es wichtig ist, sich gegen rechtsradikale Tendenzen frühzeitig zur Wehr zu setzen. Da neben dem Referenten noch weitere Zeitzeugen anwesend waren, die im Teil des Publikumsgespräches ebenfalls das Wort ergriffen, ergab sich letztlich ein abgerundetes Bild der damaligen schrecklichen Ereignisse.

 

Wir danken Herrn Brunner sehr für seine Bereitschaft, bei uns diesen Vortrag zu halten. Ohne ihn wäre eine derartige Veranstaltung nicht möglich gewesen.