Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte

 

Jahresprogramm 2017

 

 

 

Freitag, 10. Februar 2017, 19:00 Uhr, Ev. Gemeindezentrum, Karl-Steinbauer-Weg 5, Penzberg

 

Die Sprachen der Alpen und ihre Wurzeln

Vortrag von Herrn Karl Ludwig Wilhelm

 

Die Sprachen, die heute im Alpengebiet gesprochen werden, lassen sich grob in romanische, germanische und slawische einteilen. Die erste Gruppe leitet sich vom Latein ab. Dessen Entwicklung von der Mundart der Bevölkerung Latiums bis hin zum modernen Italienisch und Französisch lässt sich gut nachvollziehen. Die Wurzeln der zweiten und dritten Gruppe sind nicht so leicht fassbar. Ferner geht es um bairische und alemannische Sprachinseln und um das Namengut der Alpen, das teils aus vorgeschichtlicher Zeit stammt. Der Referent wird mit Bildern, Karten und Hörbeispielen versuchen, einen Überblick über Geschichte und Gegenwart der im Alpengebiet gesprochenen Sprachen und ihrer Sprecher zu geben.

 

 

Freitag, 24. März 2017, 19:00 Uhr, Rot-Kreuz-Haus, Winterstr. 4, Penzberg

 

Die Hinterglasmalerei am Staffelsee: Seehausen, Murnau, Uffing

Vortrag von Herrn Josef Führer, Heimatmuseum Seehausen

 

Die Geschichte der Hinterglasmalerei beginnt in Seehausen kurz nach der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zwei Hinterglasmalerfamilien arbeiteten hier etwa 100 Jahre lang im großen Umfang parallel nebeneinander, die Kirchmair-Gege und Noder. Nach Angaben im Hüttebuch der Aschauer Glashütte begann man in Seehausen 1765 mit der Hinterglasmalerei, als Johannes Noder die ersten Glaskäufe tätigte. Ab 1770 folgte Michael Kirchmair, dann folgte 1786 dessen Schwiegersohn Paul Gege. 1919 mit dem Tode von Josef Gege (Urenkel von Paul Gege) endet die klassische Hinterglasmalerei in Seehausen.

 

 

Sonntag, 11. Juni 2017, 13:30 Uhr

 

Kulturhistorische Exkursion bei Weilheim

Führung: Herr Albin Völk, Heimatforscher Dießen


Treffpunkt: Oderding Ortsmitte (Maibaum)  

                  bzw. 12:45 Uhr in Penzberg (Park + Ride-Parkplatz am Bahnhof) zur Bildung von

                  Fahrgemeinschaften

Dauer: 3 – 4 Stunden


Dass die Ammerseewanne ein bedeutender prähistorischer Siedlungsraum war, beweisen die zahlreichen Hügelgräberfelder, insbesondere in der Umgebung von Weilheim. Bei einer Wanderung sehen wir 3 Nekropolen bei Oderding mit insgesamt etwa 115 noch erkennbaren bronze- und hallstattzeitlichen Grabhügeln mit bemerkenswerten Grabungsbefunden. Auf dem Weg besuchen wir das alte Wallfahrtskircherl St. Margaretha in Grasla (vor 1384) und die St.-Martin-Kirche am Ortsrand von Oderding (von 1536), einst im Zentrum der frühen Ansiedlung. Unser Weg führt dann weiter zum Gögerl, dem Weilheimer Aussichts"berg" mit ehemaliger Klause und einer sehenswerten frühmittelalterlichen Abschnittsbefestigung. Außerdem werden die Teilnehmer mit der Gögerlsage bekannt gemacht.

 

 

 

Sonntag, 23. Juli 2017, 10:00 Uhr

 

Radltour auf den Spuren der Isartalbahn

Führung: Herr Andreas Weigand (Vorsitzender Isartalbahnverein)

 

Treffpunkt: Bahnhof Bichl

Dauer: Hinfahrt 3 Stunden / Rückfahrt mit dem Rad bis Penzberg etwa 1 – 2 Stunden

Gegen Mittag: Einkehr in Wolfratshausen

 

Die Isartalbahn - für Eisenbahnfreunde ein Meilenstein der Technikgeschichte. Während der Münchner Vorortverkehr auf der Strecke um 1900 als erste deutsche S-Bahn bezeichnet werden kann, ist der Abschnitt südlich Wolfratshausen der Inbegriff der Nebenbahnromantik. Für viele Münchner war die Bahn das Tor zu den Bergen - kaum eine Strecke war so vom Ausflugsverkehr geprägt. Doch die Konkurrenz des Individualverkehrs, anstehende Investitionen und Kostendruck führten bereits in den 50er Jahren zur Einstellung des ersten Teilabschnitts.

Kommen Sie mit und "erradeln" Sie mit uns die Geschichte der Bahn! Vom Bahnhof Bichl aus machen wir uns auf die Reise über Bad Heilbrunn, Fletzen, Beuerberg und Eurasburg bis nach Wolfratshausen. Seien Sie gespannt, denn die Isartalbahn hat Ihre Spuren hinterlassen...

 

 

Sonntag, 10. September, 14:00 Uhr / Ausweichtermin 17. September 2017

 

Feld- und Wegkreuze in und um Penzberg

Fahrradwanderung im Rahmen des Tags des Offenen Denkmals (10.9.2017)

Führung: Herr Hans Edlfurtner


Treffpunkt: vor der Pfarrkirche Christkönig

Dauer: 3 Stunden / etwa 15 – 20 km

 

Die Teilnahme im Rahmen des Tags des Offenen Denkmals ist kostenlos. Für Spenden zur Restaurierung der Kreuze sind wir dankbar.

 

Feld- und Wegkreuze sind Zeugnisse unserer Vorfahren, deren Lebenshaltung von religiösen Handlungen geprägt war. Sie wurden als Mahnmale errichtet, dienten als Gebetsstätten bei Sorgen und Nöten oder wurden aus Dankbarkeit für eine Rettung aus Not oder Genesung von einer Krankheit aufgestellt. Darüber hinaus dienten sie als Wegweiser. Es sind Denkmäler von volkskundlichem und geschichtlichem Interesse. Früher war es üblich, an einem Feldkreuz kurz stehenzubleiben und das Kreuzzeichen zu machen. Auch wenn das heute kaum mehr zu beobachten ist, ist doch die Tradition der Feldkreuze noch lebendig. Es gibt im Umkreis Kreuze, die ganz neu errichtet wurden. Leider werden manche Kreuze nicht mehr gepflegt und sind vom Verfall bedroht.      

Der Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte möchte ihren Wert wieder ins Bewusstsein rücken. Das Kreuz bei der Glashütte soll hergerichtet und wieder mit einer Christusfigur versehen werden. In den letzten Jahren wurden alle Feld- und Wegkreuze auf Penzberger Flur aufgesucht, ihr Standort und Zustand dokumentiert und recherchiert, warum sie errichtet wurden. Bei der Fahrradwanderung werden den Teilnehmern die Kreuze vorgestellt.

 

 

Freitag, 10. Nov. 2017, 19:00 Uhr, Rot-Kreuz-Haus, Winterstr. 4, Penzberg

 

Parkgeschichten: Film von Dr. Sybille Krafft über vier denkmalgeschützte Parks bei Augsburg, Mittenwald, Murnau und am Bodensee

Filmvorführung und Diskussion mit Dr. Sybille Krafft

 

In der zehnten Folge der Reihe „Leben mit einem Denkmal" geht es um historische Parkanlagen. Dr. Sybille Krafft stellt im Lauf der Jahreszeiten vier denkmalgeschützte Parks vor: im Frühling einen Gutshof-Park im Augsburger Land, im Sommer den alten Kurpark von Mittenwald, im Herbst den Seidl-Park von Murnau und im Winter den Lindenhofpark am Bodensee.

Bei Rundgängen durch die vier sehr unterschiedlich gestalteten botanischen Anlagen erzählen die Menschen, die sich um diese Denkmäler kümmern, von ihrer ebenso mühsamen wie verdienstvollen Kultur- und Gartenarbeit. Dabei kommt auch der bekannte Denkmalschützer Dieter Wieland zu Wort, der sich in Murnau ehrenamtlich für den Erhalt des großartigen Künstlerparks von Emanuel v. Seidl engagiert.

 

 

Teilnahmegebühr: Vorträge 3 Euro / Ausflüge und Führungen: 6 Euro

Schüler und Studenten: halber Preis, Mitglieder und Kinder bis 14 Jahre: frei.