Feld- und Wegkreuze in Penzberg

 

Feld- und Wegkreuze sind Zeugnisse unserer Vorfahren, deren Lebenshaltung von religiösen Handlungen geprägt war. Früher war es üblich, an einem Feldkreuz kurz stehenzubleiben und das Kreuzzeichen zu machen oder ein Gebet zu sprechen. Kreuze wurden aus verschiedenen Anlässen errichtet, zur Erinnerung an einen Schicksalsschlag oder Unfall oder aus Dankbarkeit für eine Errettung aus einer Notlage oder für eine Genesung nach einer schweren Krankheit, was durchaus auch das Vieh einschließen konnte. Darüberhinaus dienten sie auch als Wegweiser.

 

Feld- und Wegkreuze sind Denkmäler von volkskundlichem und geschichtlichem Interesse. Der Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte möchte ihren Wert wieder mehr ins Bewusstsein rücken. In den letzten Jahren wurden alle Feld- und Wegkreuze auf Penzberger Flur aufgesucht, ihr Standort und ihr Zustand dokumentiert und - soweit möglich - der Hintergrund für ihre Errichtung erforscht. Die Ergebnisse sollen in einer Broschüre festgehalten werden.

 

Der Verein bittet dazu die Penzberger Bevölkerung um Mithilfe. Wer ein Foto von einem Penzberger Feldkreuz besitzt, könnte uns dies für unsere Dokumentation zur Verfügung stellen. Vor allem interessieren uns Fotos von Feldkreuzen aus der Zeit vor 1960. Nach dem Einscannen geben wir die Fotos zuverlässig zurück. Wir benötigen dazu folgende Angaben:

- Aufnahmdatum bzw. Jahr

- Standort

- eventuell Namen der abgebildeten Personen

- Ihre Adresse und eine kurze Bestätigung, dass wir das Foto für unser Vorhaben verwenden dürfen

 

Empfangsadressen (in 82377 Penzberg):

Alexander Peren

Barbarastr. 4

oder

Max Kapfer

Karlstr. 16

 

Natürlich können Sie auch die Fotos selber einscannen (bitte mindestens 300 dpi) und uns per Email schicken:

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Viele Feldkreuze sind in gutem Zustand und werden liebevoll gepflegt, für manche fühlt sich aber anscheinend niemand mehr zuständig, so dass sie vom Verfall bedroht sind. Diese wollen wir so weit es möglich ist retten. Schön wäre es, wenn sich jemand finden würde, der sich als eine Art Pate eines solchen restaurierten Kreuzes annehmen  würde und sich darum kümmern könnte.

 

Das Kreuz in Glashütte ist in einem schlechten Zustand, die Schrift ist nicht mehr lesbar und die Christusfigur ist abhanden gekommen.

 

 

Glashuette Mai 18 2016 4a

 

 

Ein Foto aus den 1980er Jahren zeigt den damaligen Zustand nach einer Erneuerung der Schrift.

 

 

Glashütte 1986

 

 

 

Das Mahnmal soll wieder hergerichtet werden. Der Baum ist bereits durch die Stadt zurückgeschnitten worden. Schäden am Stein müssen ausgebessert werden. Damit die Schrift nicht zu rasch verwittert, sollen die Buchstaben durch einen Steinmetz graviert werden. Außerdem soll eine neue Christusfigur aus Kunstharz angebracht werden. Die Gesamtkosten für die Renovierung dieses Kreuzes belaufen sich auf etwa 3.500 Euro.

 

Der Verein kann diese Kosten nicht tragen und bittet daher um Spenden. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie speziell die Restaurierung der Feldkreuze in Penzberg. Wir haben für dieses Projekt ein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Bitte geben Sie als Verwendungszweck "Feldkreuze" an. Wenn Sie eine Spendenquittung wünschen, sollte natürlich auch Ihre Adresse vermerkt sein.

 

Spendenkonto: IBAN DE29 7039 0000 0102 5399 85   BIC GENODEF1GAP/ Stichwort "Feldkreuze"

 

 

 

 Im Herbst findet im Rahmen des Tags des offenen Denkmals am 10. September 2017 eine Fahrradwanderung zu den Penzberger Feldkreuzen statt. Bis dahin dürfte das Kreuz in Glashütte restauriert sein. Dauer der Fahrradtour etwa 3 Stunden, Treffpunkt vor der Pfarrkirche Christkönig um 14:00 Uhr.