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Am Samstag, den 13.06.2015 hatten wir eine Ganztageswanderung zu den historischen Grenzsteinen zwischen dem Stallauer Weiher und dem Murner-/Steinbach angeboten.

 

Es handelt sich um die Markierungssteine der historischen Grenze zwischen den Besitzungen des Klosters Benediktbeuern und dem Landgericht Tölz bis 1802. Es gab immer wieder Streitereien zwischen beiden Grundherren, dass die jeweils andere Seite unberechtigt auf fremden Grund gejagt oder Bäume geschlagen habe. Mit diesen Steinen, die erstmals im 16. Jahrhundert durch Steinmetze markiert wurden, sollten diese Streitereien beendet werden.

 

Diese Grenzsteine hat nach jahrelangem Quellenstudium in Archiven und einer mühsamen Suche in der Natur Herr Jost Gudelius, Heimatforscher aus der Jachenau wiedergefunden und restauriert. Sie sind mittlerweile auch beim Landesamt für Denkmalpflege als Kleindenkmäler eingetragen.

 

Herr Jost Gudelius führte nun den zweiten Teil dieser Wanderung mit uns durch. Im Jahr 2011 (siehe Archiv und Fotogalerie) haben wir den ersten Teil von der Jachenau bis zum Langeneck bei Wegscheid erkundet.

Dieses Mal begannen wir am Stallauer Weiher um anschließend zur Waaldherrn-Alm zu fahren und von dort aus in Richtung Zwisel aufzusteigen. Unterwegs sahen wir einige dieser historischen Grenzsteine und erfuhren von Herrn Gudelius deren spannende Geschichte .

 

Wir trafen uns um 08:15 Uhr am Morgen am P+R Parkplatz zur Bildung von Fahrgemeinschaften um dann um 08:30 Uhr am Stallauer Weiher zu starten. Die gesamte Wanderung dauerte 9 Stunden, darin eingerechnet ist die Einkehr in der Alm auf dem Zwiesel.

 

Die notwendige körperliche Fitness wurde bei zwei der vier Teilnehmer sehr strapaziert, es war für diese beiden schon fast über deren Leistungsgrenze.

 

Auch in Anbetracht der gereingen Teilnehmerzahl (zwei Vereinsmitglieder, zwei Vereinsfremde) und der letztlich großen Erschöpfung hat die Mitgliederversammlung in seiner Juli-Sitzung dann beschlossen, dass wir künftig keine Bergwanderungen zu historischen Zielen mehr anbieten werden. Solche Aktivitäten setzen junge Mitglieder voraus, die wir aber leider nicht haben.